Aktuell

10. April 2019

Innovation aus der Flasche

Neue Produkte, neue Geschäftsmodelle und ein rasanter, technologischer Wandel – was gemeinhin unter Innovation verstanden wird, macht auch vor der Schweizer Getränkebranche nicht Halt. Produzenten wie Rivella wissen das und halten das Thema Innovation hoch. Und zwar schon eine ganze Weile.

 

Riv­el­la Blau gibt es bere­its seit 60 Jahren: Den heuti­gen Trend zu weniger Zuck­er hat das Unternehmen schon Ende der 50er-Jahre begrün­det.

 

Inno­va­tio­nen begeg­nen uns auch auf dem Gebi­et der Nach­haltigkeit. Die Min­er­al­wasser­marke Valser aus den Bünd­ner Bergen etwa nutzt als erster Getränke­hersteller weltweit eine Tech­nolo­gie, mit der CO2 aus der Luft für die Ver­wen­dung als Kohlen­säure auf­bere­it­et wird. Dies geschieht über eine soge­nan­nte Car­bon Diox­ide Air Cap­ture-Tech­nolo­gie der Fir­ma Clime­works, ein 2009 gegrün­detes ETH-Spin-Off aus dem zürcherischen Hin­wil – heute ein­er der weltweit führen­den Anbi­eter von kli­mafre­undlich­er CO2-Fil­terung.

 

«Wir machen einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit»

Jana Lueck­ing, Valser-Brand Man­agerin

 

Ganz Im Sinne von Valser also: «Das tra­di­tion­sre­iche Min­er­al­wass­er aus der Region Sur­sel­va ist allein schon durch seine Ursprungsquelle eng mit der Natur ver­bun­den», so die Brand-Man­agerin Jana Lueck­ing. «Mit der neuar­ti­gen CO2-Tech­nolo­gie von Clime­works macht Valser hier einen weit­eren Schritt in Rich­tung Nach­haltigkeit.»

 

Nach­haltigkeit am Pro­duk­tion­s­stan­dort

Nach­haltigkeit, ein The­ma das auch auf Ver­brauch­er­seite an Nach­frage gewin­nt, ist eng mit dem Pro­duk­tion­s­stan­dort der Getränke­hersteller ver­bun­den. Das gilt sowohl für die region­al ver­wurzelte Elmer Cit­ro AG, die ihren gesamten Pro­duk­tion­sprozess im Glarn­er­land abwick­elt, als auch für den Fir­men­riesen Red Bull, der allein im St. Galler Rhein­tal bei Wid­nau täglich bis zu zehn Mil­lio­nen Dosen Ener­gy-Drinks abfüllen lässt. Für bei­de gilt: Die Emis­sio­nen möglichst tief hal­ten. Dank ein­er soge­nan­nten «Wall-to-Wall»-Produktion spart die Part­ner-Fir­ma Rauch damit jährlich 9’500 Ton­nen CO2-Emis­sio­nen ein. Pro­duk­tion und Abfül­lung find­en am sel­ben Ort statt, damit die leeren Dosen nicht trans­portiert wer­den müssen. So kön­nen viele Trans­portk­ilo­me­ter einges­part und der CO2-Fuss­ab­druck reduziert wer­den.

 

Weniger Zuck­er, mehr Inno­va­tio­nen

Weg von den Emis­sio­nen, hin zu leichter, kalo­rien­arm und zuck­er­frei. Was früher als süsse Ver­führung galt, soll heute –  im Zeital­ter der Gesund­heit­strends – ein erfrischen­der Genuss ohne Reue sein. Diesem Struk­tur­wan­del begeg­nen die Her­steller von Erfrischungs­getränken mit Pro­duk­tin­no­va­tio­nen proak­tiv.

 

«42% aller verkauften Getränke kommen gänzlich ohne Zucker aus.»

Coca-Cola HBC Schweiz

 

Zur Erfrischung gibt es deshalb seit etwas mehr als einem Jahrzehnt Coca-Cola Zero oder Fan­ta Zero, aber auch Säfte und Drinks, die gän­zlich ohne Süs­sungsmit­tel auskom­men, wie etwa der Frucht­saft Cap­py. Gut lachen hat hier vor allem auch die Ram­seier AG, die sich auf Säfte und Schorlen spezial­isiert. Ihr Marken­ze­ichen trifft den Nerv der Zeit: «hochw­er­tige, natür­liche, heimatliche Pro­duk­te ohne Zuck­erzusatz.»

 

Die Pro­duk­tin­no­va­tio­nen sind auch unter den Kon­sumenten beliebt: «Mit­tler­weile stam­men fast sechs von zehn verkauften Getränken aus unserem Min­er­al­wass­er- oder kalo­rienre­duzierten Sor­ti­ment», heisst es bei Coca Cola HBC Schweiz, «42% aller verkauften Getränke kom­men gän­zlich ohne Zuck­er aus.»